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Die fiesen Machenschaften des halbstaatlichen Mobilfunkanbieters

Wissen Sie, was ein trojanisches Pferd ist? Genau, da wird in ein scheinbar harmlos wirkendes Äusseres etwas verpackt, welches Tod und Vernichtung bringt. Das es aber in diesem Fall zu Vernichtung und Tod kommt, hofft niemand. Aber genauso wie die Griechen damals, macht das der halbstaatliche Telekom- Riese in einem Baugesuch im unteren Teil des Kanton Solothurn.


Geschichte:
Seit Jahren steht in Gretzenbach ein Antennenmast der Swisscom mit Antennen für 2G, 3G und 4G auf dem Gelände nahe der SBB Linie. Im Jahre 2017 wurde plötzlich neben dem bestehenden Mast ein neuer gebaut in etwa 3 ... 5m Entfernung. Auch neue Antennen wurden montiert und danach der alte Mast entfernt. Die damals installierten Antennen waren nicht für 5G- Betrieb geeignet, da die neuen Frequenzen erst Anfang 2019 versteigert wurden. Nun aber wurden die Antennen zwischen Sommer 2018 und Sommer 2019 ausgewechselt und mit  Antennen bestückt, welche das adaptive Beamforming unterstützen. Ein Baugesuch wurde einzig für den neuen Mast im Jahre 2016 publiziert. Alle weiteren Umbauten der Antennen, Frequenzbandänderungen und Leistungsverschiebungen wurden jeweils vom Amt für Umwelt als Bagatelländerungen bezeichnet, mit der Bemerkung, dass, aus Sicht der NISV, keine öffentliche Auflage notwendig sei, weil die Grenzwerte eingehalten sind.

Am 27. Juni 2019 hat das Amt für Umwelt die Einwohnergemeinde Gretzenbach in Kenntniss gesetzt, dass die Swisscom am Standort GRET, GB Nr.: 1145 beabsichtige die Sendeantennen zu ersetzen und die bewilligte Sendeleistung für die Frequenzen 800 ... 900MHz sowie 1800 ... 2600MHz neu für 700 ... 900MHz, 1400 ... 2600MHz sowie 3600MHz zu verwenden und die Anlage somit 5G- tauglich zu machen. Nach Einschätzung des Amtes für Umwelt sei das eine Bagatelländerung und müsse nicht öffentlich aufgelegt werden.

Mit Schreiben vom 9. August 2019 hat das Amt für Umwelt die beiden Standorte SBB GREW, Salt SO-8502A, Sunrise AG971-1 sowie Swisscom GRET als eine funktional zusammenhängende Anlage erklärt.


1. Baugesuch (publiziert am 22. August 2019):
Im Zuge des Baus des Eppenbergtunnels wurde in ca. 70m Entfernung vom obigen Antennenstandort der Swisscom ein zweiter Mast durch die SBB gebaut. Im August 2019 war ein Baugesuch von Sunrise und Salt publiziert zur Installation von Antennen an diesen neuen Mast auf dem SBB Gelände. Bei der Durchsicht der zum Baugesuch eingereichte Unterlagen fiel mir auf, dass plötzlich auch Antennen von Swisscom erwähnt werden. Die gelisteten Antennen waren von der Optik her jene, welche im Jahre 2017 mit dem neuen Mast der Swisscom montiert wurden, also keine 5G- tauglichen Antennen. Wohlverstanden, das Baugesuch wurde von Sunrise und Salt eingereicht.

Auf dieses Baugesuch gab es Einsprachen, welche sich vor Allem auf die 5G- Technologie bezogen. Die Bevölkerung hat Angst vor den unerforschten Wirkungen der Strahlung im 3.6GHz Bereich. Das Amt für Umwelt prüfte die Einsprachen und widersprach den Einwänden gegen 5G mit der Begründung, dass kein 5G geplant sei, was zu diesem Zeitpunkt als unwahr zu bezeichnen ist, weil zu diesem Zeitpunkt die folgenden Tatsachen bereits bekannt waren:

·         27. Juni 2019: Aufrüstung Swisscom auf 5G

·         9. August 2019: Die Anlagen gelten als eine einzige Anlage

Wenn die Aussage gemacht wird. "Es ist kein 5G- Betrieb vorgesehen" werden die Bürger von Amtes wegen beschissen.


2. Baugesuch (publiziert am 9. Januar 2020):
Ich wurde nun hellhörig, als im Januar 2020 wieder ein Baugesuch zum selben Projekt durch dieselbe Bauherrschaft (Sunrise/Salt) publiziert war.
 Der Vergleich der Unterlagen im neuen Gesuch mit denen im ersten Gesuch fanden sich einzig Unterschiede in den Angaben zu den Antennen und den zugehörigen Frequenzen der Swisscom- Anlage welche im Titel des Baugesuches nicht erwähnt ist. Die jetzt gelisteten Antennen sind genau jene, die bereits im Sommer 2019 installiert wurden. Diese Antennen (Ericsson AIR6468) sind 5G- tauglich mit adaptivem Beamforming und laufen im Frequenzbereich von 3.6 GHz.

Im Zusatzblatt wird die effektiv abgestrahlte Strahlungsleistung mit 200W ERP pro Antenne, also pro Sektor, angegeben. Das erscheint mir lachhaft bei einer Antenne mit fast 24dBi Gewinn. Dies wäre dann eine Eingangsleistung in die Antenne von ca. 0.75W. Da lachen die Hühner. Es ist wahrscheinlicher, dass jedes  Antennenarray mit 200W gespiesen wird. Das ergäbe dann etwa 25'000W ERP pro Antenne also pro Sektor! Mit Beamforming kann diese Leistung praktisch rund um den Antennenmast gezielt "versprüht" werden.

 

Fazit:
Hier wird der Bevölkerung eine 5G- Anlage durchs Hintertürchen serviert auf die niemand einsprechen wird, weil diese Vorgehen mit den "versteckten Antennen" gar nicht beachtet wird. Ich finde es absolut bedenklich, wenn offizielle Stellen, wie das Amt für Umwelt die halbstaatliche Swisscom in ihrem ungebremsten, weil finanziell erfolgsversprechenden, Vorhaben begünstigen und dabei  die Gemeindebehörde irregeführt wird mit der Bemerkung "es ist kein 5G geplant".


Meine persönliche Erkenntnis zu diesem Fall:

Da für die zum mehrmals gewechselten Antennen und Frequenzbereiche keine öffentliche Auflage bestand sind die Antennen von Swisscom widerrechtlich in Betrieb genommen worden und gehören sofort demontiert. Es ist ein neues, ordentliches Baugesuchsverfahren für den gesamten Standort durchzuführen.

 Auch hier gilt doch: Wer schneller eine technisch lauffähige Infrastruktur bereit stellt, kann auch reichlich ernten (monetär natürlich). Voraussetzung dafür ist aber ein stabiles Netz ohne dauernde Zusammenbrüche (!)

Der Normalbürger hat für jedes "Holzlattli" im Garten ein Baugesuch zu stellen, auf das Betroffene Einspruch erheben können. Aber dieser Grundsatz (Gesetz) gilt natürlich nicht für jeden.


Die Phasen des Antennbaus Swisscom GRET
Phasen des Antennenbaus


           

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