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Wer braucht 5G?

Die neue Mobilfunktechnologie der 5. Generation (5G) wird zügig ausgebaut.  Vor allem Swisscom baut mit allen Mitteln die bestehenden Antennen aus und sucht neue Antennenstandorte. Weil man mit dem Einverständnis, eine Antenne auf seinem Grundstück aufstellen zu dürfen, viel Geld verdienen kann ohne einen Finger dafür zu rühren, gab es, und gibt es leider immer noch,  einige Mitbürger, welche dieses "Geschäftsmodell" befürworten. Für den Bewohner der Liegenschaft sowieso kein Problem denn unterhalb der Antennen sind die Strahlungen eher klein. Da hoffe ich doch, dass sich der Widerstand in der einspracheberechtigten Nachbarschaft rührt! Viele Bürger machen sich Sorgen über eventuelle gesundheitlich Folgeschäden infolge der Strahlung. Mit den neuen Antennen, welche das Beamforming unterstützen sind Abstrahlkegel der Antennen sowohl horizontal als auch vertikal rein elektrisch anpassbar. Die Antennen können so mittels Richtwirkung genau auf die Handys gerichtet werden. Durch die gerichtete Abstrahlung werden aber die effektiv abgestrahlten Leistungen massiv erhöht. Mit dem Einsatz der für 5G vorgesehenen Frequenzen, welche höher sind als beispielsweise bei 4G, geschweige denn bei 2g oder 3G, ist die Abschirmung durch Wände, Bäume oder gar Autokarosserien wesentlich höher. Die Strahlen werden also massiv gedämpft. Aus diesem Grunde verlangen die 5G- Lobbisten eine Erhöhung der bestehenden Grenzwerte um auch im Gebäudeinneren maximale Signalqualität zu erreichen. Hohe Grenzwerte und dazu Beamforming. Wer kennt die Folgen für Mensch und Tier? Es gibt immer noch keine verlässlichen Studien.

 

Die Technologie von 5G wird mehrheitlich von der Industrie gepusht um beispielsweise Küchengeräte zu steuern, autonomes Fahren zu gewährleisten und die industrielle Automation zu beschleunigen.

Mir stellen sich hier schon einige Fragen zu diesen Themen. Wer will denn seine Waschmaschine übers Handy starten, wenn es schon heute über die Zeitschaltuhr funktioniert? Oder bist Du daran interessiert, in welchem Schritt nun Deine Waschmaschine gerade ist. Es scheint sehr interessant zu sein jederzeit zu wissen, dass die Wassertemperatur derzeit 54.5 °C beträgt und noch auf 60°C steigen wird.

Das Argument, nur 5G ermögliche das wirkliche autonome Fahren, weil dazu niedrige Antwortzeiten im Netzwerk nötig seien. Verlässt man sich hier auf ein Netzwerk, welches niemals eine 100%-ige Verfügbarkeit erreichen kann? Da frage ich mich, was passiert, wenn mal ein Funkmast ausfällt und keine lokale Rückfallebene zur autonomen Steuerung im Auto selbst vorhanden ist.

Die industrielle Automation ist vor allem ein lokal begrenztes Einsatzgebiet. Die ganze Vernetzung muss nicht auf ein öffentliches Netz dauern zugreifen können. Da genügt eine interne schnelle Verbindung zwischen den Geräten. Für die Kommunikation nach aussen sind dann schnelle Glasfaserverbindungen nötig (oder schon vorhanden). Auch in diesem Falle darf man sich doch nicht auf einen Mobilfunkprovider verlassen, welcher niemals eine 100%-ige Verfügbarkeit garantieren kann, wie die Ausfälle des Swisscom- Mobilfunknetzes, letztmals am 26. Mai 2020, zeigten.

 

Also, wer braucht 5G?

Sicher nicht "Otto Normalverbraucher" ausser wenn einer die sieben Folgen von Games of Thrones über das Mobilfunknetz herunterladen will. Diese sieben Folgen haben eine Spielzeit um die 3800 Minuten verpackt in einer Datengrösse von rund 85GB. Nun stellen Sie sich mal vor, diese sieben Folgen laden sie im 5G- Netz in 3 ... 10 Minuten auf das Handy herunter. Und danach können sie über 80 Stunden auf dem "Mickey Mouse Bildschirm" des Handys alle Folgen anschauen. Wahnsinn oder?

Wenn die Netzbetreiber clever sind, werden sie auch eine Kette mit Brillengeschäften eröffnen um die geschädigten Augen gleich wieder korrigieren zu können.

Aber, interessant wird es beim Internet der Dinge. Alles ist mit allem vernetzt über ein weltumspannendes, permanent vorhandenes Netz an jedem Standort der Welt. Da freue ich mich auf die Zeit, wo mein Akkuschrauber zuhause in der Schweiz selbstständig die Akkus nachlädt weil er die Information bekommen hat, dass ich bei einem Baucenter in den USA gerade 20 Holzschrauben gekauft habe.

Vor Allem sind es die Mobilfunkprovider, welche mit der neuen Technologie die Industrie bedienen müssen und kräftig Werbung für diese neuste Errungenschaft machen. Man weckt Bedürfnisse und der Konsument  zahlt dafür kräftig. Dazu gehört auch der normale Handybenutzer, der unbedingt ein 5G- Abo haben muss und damit von 5G als Abfallprodukt der industriellen Nutzung profitiert.


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